OBS1 - Celle

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Oberschule Celle 1

mit Außenstelle Neustadt

Welfenallee 11

29225 Celle

Telefon: 05141 / 27874-0

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 Willkommen auf der Oberschule Celle 1

 

Das Planspiel „Cannabis“ der Suchtprävention im Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle verdeutlicht auf besonders lebendige und realitätsnahe Weise die Gefahren beim Konsum von Cannabis. Es soll Jugendliche zur kritischen Auseinandersetzung mit der Droge Cannabis anregen.

An einem Tag schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von JESSIKA, LUISA, MALIK, JONAS und DIMITRIJ. Die fünf Figuren sind fiktive Jugendliche mit unterschiedlichen Lebensgeschichten. Die Schülerinnen und Schüler erleben, was ihnen widerfahren kann, mit welchen Problemen die Betroffenen zu kämpfen haben und welche Konsequenzen bei Cannabiskonsum oder –besitz drohen. Dabei werden auch – ganz real - verschiedene Celler Institutionen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgesucht. Dies konnten jetzt die Schülerinnen und Schüler einer neunten Realschulklasse der Oberschule Celle I hautnah erleben. Aufgeteilt in fünf Gruppen erfuhren die Jugendlichen, was ihnen – hineinversetzt in die jeweiligen fiktiven Personen - passieren kann, wie sie sich fühlen, welche Probleme auf sie zukommen.Da ist beispielsweise die Figur des Jonas, 15 Jahre: Er ist beim Kiffen auf dem Schulgelände in der großen Pause erwischt worden. Die Klassenlehrerin und die Schulleiterin wurden informiert und Jonas muss sich dort einem Gespräch stellen. Nachdem er zunächst bei der Schulleiterin Frau Huck war, muss er zur Jugendgerichtshilfe und anschließend zum „Projekt ambulante Betreuung (PAB)“. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von dem realistischen Gespräch mit der Schulleiterin, Frau Huck. „Jonas“ hatte anschließend ein schlechtes Gewissen und würde sich zukünftig sehr überlegen, so etwas noch einmal zu tun.“ Auch auf die Gruppe „Jessika“ warten eine Menge Probleme. Das 16-jährige Mädchen ist bei der Schlossbergfete umgekippt. Bei ihren Sachen wurde eine geringe Menge Cannabis gefunden. Sie wurde in das AKH Celle mit dem Rettungswagen transportiert. Im Blut konnte sowohl Alkohol mit 1,1 Promille und THC nachgewiesen werden. Die Eltern und die Psychosoziale Beratungsstelle (PSB) Frau Krumbach wurden vom Krankenhaus informiert. Die Gruppe Jessika muss an diesem Tag einiges bewältigen. Nach der Psychosozialen Beratungsstelle geht sie zum „Projekt ambulante Betreuung (PAB)“ und anschließend zum „Allgemeinen Sozialer Dienst (ASD)“.

 

Die Schüler Elisa, Lorena, Robin und Justin aus dieser Gruppe haben dabei eine Menge gelernt. „Wenn man den Prozess selbst einmal tatsächlich durchläuft, dann sieht, beurteilt und fühlt man ganz anders“, so die Meinung der Jugendlichen. Beeindruckt hat sie die Erkenntnis, dass bereits der einmalige Konsum von Cannabis für eine strafrechtliche Verfolgung ausreicht. Der fiktiven Person Dimitrij ergeht es nicht besser. Der 16- Jährige wurde von der Polizei im hinteren Teil des Schlossparks bei der Schlossbergfete am letzten Schultag beim Dealen mit THC erwischt. Sie haben ihn erst einmal mit zur Wache genommen. Nachdem er von der Polizeibeamtin Frau Adlung der Polizeiinspektion Celle, muss er zum Amtsgericht Celle und schließlich zur Jugendgerichtshilfe (JGH). Bei der Jugendgerichtshilfe holt sich Dimitrij Hilfe und notwendige Informationen. Letztendlich wird er vom Amtsgericht zu abzuleistenden Sozialstunden verurteilt. Die 14-jährigen Schüler schlüpften an diesem Tag in die Rolle Dimitrij. „Wenn man das alles so erlebt, wird einem bewusst, wie schnell man Probleme bekommen kann“, meinte Leon. Sarah war beeindruckt: „Man lernt, wie viele Strafen es gibt und wie schlecht man sich fühlen kann. Das bringt einen schon zum Grübeln und Nachdenken.“ Lehrreich war der Tag für alle Beteiligten. „Wir haben eine Menge gelernt. Und die vielen Folgen, die das Handeln von Jessika, Luisa, Malik, Jonas und Dimitrij hat, wurden uns jetzt erst klar und bewusst“, war die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler.

 

Geplant und organisiert wurde das Cannabis Planspiel mit dem provokativen Namen „Kifferrallye“ von den Suchtpräventionsfachkräften Simone Braun und Frauke Ristau. Es finden regelmäßig Präventionsprojekte in Zusammenarbeit der Beratungslehrerin Annette Klein an der Oberschule Celle I statt. Zum ersten Mal fand nun das Planspiel statt.

Beteiligte Kooperationspartner waren:

 

• Stadt Celle, Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD)

• Landkreis Celle, Straßenverkehrsamt, Führerscheinstelle

• Amtsgericht Celle (AG)

• Stadt Celle, Jugendgerichtshilfe (JGH)

• Polizeiinspektion Celle

• Psychosoziale Beratungsstelle (PSB)

• Projekt ambulante Betreuung (PAB)

• Schulen (Schulleitung, Beratungslehrer, Schulsozialarbeiter)

• Fahrschule Klinkert

 

 

zum Artikel in der Celleschen Zeitung vom 30.04.2016

 

Herzlichen Dank!

 

Annette Klein,    Beratungslehrerin der Oberschule Celle I

 

 

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